Dein Mut

 

Wie kann man den Mut haben, zu wachsen?

 

Das Geheimnis des persönlichen Wachstums besteht darin, das eigene Gehirn zu überlisten. Das Gehirn zieht die Selbsterhaltung der Selbstverwirklichung vor, und es muss überlistet werden. Es braucht Mut, die Erlebnisse des Lebens zu erforschen, die das alltägliche Verhalten eines Menschen zu bestimmen. Im Laufe des Tages sollten man innehalten und sich fragen, welche Sache dein aktuelles Handeln geleitet hat. Du kannst neues ausprobieren, bis Du das Gefühl hast, dass es dann auch wirklich echt ist.

Dein Gehirn will beschützen

 

Dein Gehirn ist von Natur aus darauf ausgelegt, dich zu schützen. Dieses Ziel kann helfen, körperlichen Gefahren zu entkommen, ohne viel darüber nachzudenken. Dabei muss es sich nicht um physische Gefahren handeln, sozusagen interpretiert das Gehirn ein schlechtes Gefühl, oder ein unangenehmes Denken, als Gefahr. Somit unterscheidet dein Gehirn nicht zwischen physischer und geistiger Gefahr. Es möchte, dass Du dich über die Ergebnisse deines Verhaltens sicher und wohl fühlst, anstatt dich der Gefahr zu stellen, wie z.B. neue Dinge zu versuchen, auch wenn Du weißt, dass die Ergebnisse nicht wirklich ideal sind.

 

Ungewissheit oder Elend

 

Die Menschen ziehen die Gewissheit des Elends, dem Elend der Ungewissheit vor. Somit zieht dein Gehirn die Selbsterhaltung der Selbstverwirklichung, respektive der Selbsterkennung vor. Dies ist ein wesentlicher Schlüsselfaktor. Wenn Du dies verinnerlichst und bei deinen Entscheidungen zuerst an diesen Faktor denkst, bevor Du dich zu etwas entschliesst. Mit ausreichender Übung kannst Du sozusagen über deinen geistigen Schatten springen.

Warum Emotionen die Logik außer Kraft setzen

Die meiste Zeit machst Du dir wenig Gedanken über deine täglichen Routinen. Du verbringst deine Tage damit, nach alten Überzeugungen zu leben und Verhaltensweisen zu wiederholen, ohne sie zu hinterfragen. "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier". Diese Muster verfestigen sich, auch wenn bewusst der tiefe Wunsch besteht, Gewohnheiten zu ändern. Du hast vielleicht überwältigende Beweise dafür, dass dein Verhalten dir nicht hilft, deine Wünsche für die Zukunft zu erreichen, aber Du sträubst dich dagegen, positive Veränderungen vorzunehmen, oder sie auf später zu verschieben und Entscheidungen zu rationalisieren, die dein persönliches Wachstum hemmen. Du willst vielleicht verzweifelt deine Ziele erreichen, aber dein Gehirn will nicht, dass Du dich verunsichert oder ängstlich fühlst.

Dabei vermeidest Du nicht nur negative Bedrohungen wie mögliches Scheitern oder Ablehnung. Du kannst auch positive Dinge vermeiden, wie zum Beispiel deine Macht oder deinen Erfolg zu beanspruchen. Dein Gehirn ist nicht nur resistent gegen das Unbehagen der Veränderung. Es ist sozusagen faul eine Änderung zu "wagen", wenn sich "die Gewohnheit" manifestiert hat. Denn es erfordert Anstrengung, über sein Denken nachzudenken. Neige nicht dazu, deine Entscheidungen und Handlungen zu hinterfragen, bevor oder nachdem sie getroffen wurden. Selbst wenn du dich fragst, warum du etwas getan hast, wirst du wahrscheinlich schnell einen Grund für dein Handeln finden und zur nächsten Aktivität übergehen. Logik kommt bei Routineentscheidungen selten ins Spiel.
Verhalten, Rationalisierung
 

Leider kann es eines Unfalls oder einer Krise bedürfen, um die Wahrheit einer Situation ans Licht zu bringen. Ein schädliches Ergebnis kann die Mauern deines Abwehrgehirns einreißen. Du schaust dann zurück und siehst die Fehler in deinem Denken. Hoffentlich verpflichtest Du dich, eine Veränderung vorzunehmen, basierend auf dem, was Du aus deinen Fehlern gelernt hast, bevor dein Gedächtnis den Schmerz außer Kraft setzt und Du zu dem gleichen alten unbefriedigenden Verhalten zurückkehrst. Der Mensch ist ein Meister der Rationalisierung, unabhängig vom erreichten Bildungsniveau.

 

Verhalten

Ändere dein Verhalten, ändere somit dein Leben. Doch um sich zu ändern, Risiken einzugehen und voranzukommen, müssen die Geschichten erforscht werden, die auf vergangenen Erfahrungen basieren und die mentalen Handbücher erstellen, die das Gehirn verwendet, um dein heutiges Verhalten zu steuern. Es heisst, dass alte Ziele, veraltete Werte und eine veraltete Selbstwahrnehmung die "Kernpfeiler einer Lebenserzählung" sind, die ein falsches Gefühl von Konsistenz und Sicherheit vermitteln.

Um anders zu denken und zu handeln, als gewohnt, musst Du beobachten und den Mut aufbringen, die automatische Verarbeitung deines Gehirns außer Kraft zu setzen. Sich in die Objektivität wagen und auch Dinge zu aktzeptieren, welche unangenehm sind. Dies kann wenn beherrscht, auch als "Superposition" bezeichnet werden. Wenn Du deine Geschichten betrachtest, nicht nur einen einzelnen Gedanken, kann das dein Gehirn für das Lernen öffnen und dich befreien, anders zu handeln, als du es normalerweise machst. Diese Erkenntnisse können unangenehme Spannungen verursachen, aber sie helfen dir, zu wachsen, es benötigt wie bei jedem Lernvorgang entsprechende Zeit.

Alle deine Geschichten malen die Landschaft, von der du glaubst, dass sie "deine" Realität ist. Denn unsere "Geschichten sind so allgegenwärtig, dass wir uns kaum bewusst sind, wie sie unser Leben prägen." Du navigierst dein Leben jeden Tag auf der Grundlage der Geschichten, an die du dich erinnerst. Eine Erinnerungsnavigation.

 

Vergleiche damit den Vorgang, wenn Du z.B. ein GPS beim Fahren benutzt vertraust Du auf die digitale, also programmierte Erinnerungsnavigation des Gerätes zurückgreifst, also die Anweisungen des Gerätes befolgst, kannst Du davon ausgehen, immer an "dein Ziel" zu kommen. Da Du ja mit diesem Gerät alle Strassen und die Umgebung, nach Kartenvorlagen sehen kannst, erkennst Du auch Abzweigungen, welche Dir nach vagen Schätzungen einige Fahrzeit ersparen könnten. In der Regel wird der Fahrer aber die relativ unbequeme "vermeintliche" erhöhte Fahrzeit aktzeptieren, als der Abbiegung nachzugehen um zu erfahren ob die Vermutung stimmt. Somit folgst Du deiner Erinnerungsnavigation.

Um die Geschichten und mentalen Modelle zu enthüllen, die dein Gehirn verwendet, um das Verhalten während des Tages zu steuern, höre zuerst einmal damit auf, das übliche zu tun und überlege objektiv deine Vorgehensweise.


Was fühlt sich wichtig an dem an, was ich tue?

Schreibe deine Gedanken auf, ohne sie zu zensieren.

 

Lies deine Worte so, als ob sie jemand anderes geschrieben hätte. Frage dich: "Welche Überzeugungen formen diese Gedanken? Welche Annahmen habe ich, die mich davon abhalten, anders zu handeln?" Achte auf deinen Impuls, deine Entscheidungen zu verteidigen. Diese Aussagen sind die Ideenfäden, die deine Geschichte zusammenhalten. Sprich dann die gegenteilige Idee laut aus, auch wenn sie sich lächerlich anfühlt. Sei kreativ. Probiere ein paar neue Gedanken aus. Spiele mit den Gedanken um die Geschichte zu verschieben, bis Du das Gefühl hast, dass Sie mehr Kontrolle über deine Erzählung haben.

 

Frage dich, was dich davon abhalten könnte, dich zu ändern. Was befürchtest Du? Was könntest Du gewinnen, wenn Du versuchen würdest, eine neue Gewohnheit zu schaffen? Schreibe die neue daraus resultierende Geschichte auf, die Du in dein Gehirn einbetten möchtest. Lies es mindestens zweimal am Tag, früh am Morgen und noch einmal vor dem Schlafengehen, bis du das Gefühl hast, dass es echt ist. Das ist der Beginn deiner eigenen positiven Gehirnwäsche, wo hingegen sich der Sinn dieses Wortes schlagartig ändert.

Aufgrund deiner Beschützerinstinkte kann es sein, dass Du Schwierigkeiten hast, deine Geschichten selbst zu bewerten und zu ändern. Wenn jemand anderes die Worte, die Du sagst und die Geschichten, die dabei auftauchen, zusammenfasst, dann umschreibt und dir wiederholt, kannst Du vielleicht die Lücken in deiner Logik erkennen, die dich feststecken lassen. Erwäge einen Coach zu engagieren, der hilft, deine Gedanken zu hören und dir die Fragen zu stellen, die helfen innezuhalten, nachzudenken und deine Meinung zu ändern.

 

Du hast die Macht, neue Erzählungen zu erschaffen und deine Ziele zu erreichen, indem Du dein Gehirn bei der Arbeit beobachtest. Du kannst sogar über dein Gehirn lachen, seine Macht außer Kraft setzen und deinen freien Willen aktivieren, anders zu handeln, zu fühlen, zu glauben und dich anders zu verhalten, um Wachstum zu realisieren, auf das Du stolz sein kannst. Du kannst zum Beispiel wirklich deine Wünsche manifestieren, also in die Realität umsetzen. Bitte sieh Dir dazu auch das Buch an "Dein Wunsch ist Dir Befehl", welches Dir helfen wird deine fest eingefahrenen Denkmuster korrigieren zu können.


 

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